Jahrelang macht der ÖRR massive Trans-Propaganda. Doch nun unterstützt der WDR eine Frau, die ihre Trans-OP bereut. Sie darf ihre Geschichte erzählen, damit „dieses Tabu-Thema mehr Sichtbarkeit bekommt“.
„Mir ist klar geworden, dass ich am Ende des Tages nicht wirklich vollständig davon überzeugt war, ein Mann sein zu wollen.“ Für Billie Jules Wolf, wie sich die 35-Jährige heute nennt, kam dieser Schritt in die Detransition nicht überraschend. Einen Auslöser gab es aber doch, wie sie dem WDR sagt.
Als ihre Partnerin ein Kind bekam, löste dies in Billie einen Bruch und tiefe Trauer aus: „Mir wurde klar, dass ich nie selbst ein Kind haben kann. Dass die OPs vielleicht damals nicht der richtige Weg waren.“ Die falsche, männliche Rolle im Alltag und im Beruf weiter durchzuziehen, ergab für die Software-Ingenieurin keinen Sinn mehr.
Der im WDR veröffentlichte Beitrag „Von der Frau zum Mann und wieder zurück“ über Billie Jules Wolf erstaunt. Denn der Öffentlich Rechtliche Rundfunk fiel bisher nämlich nicht durch kritische Berichte zum Trans-Kult auf, sondern vielmehr damit, diesen unter Kindern und Jugendlichen nach Kräften zu befeuern.
Das ZDF bewarb zum Beispiel in Kindersendungen den internationalen Trans-Tag und verharmloste die Geschlechtsangleichung bei Jugendlichen als harmlosen Lifestyle. „Ich bekomme eine Spritze, die die weibliche Pubertät bei mir stoppt“, durfte sich ein Mädchen in die Kamera freuen, als handelte es sich um Routineeingriffe wie bei Diabetes. Tatsächlich ist die Vergabe von Pubertätsblockern an geschlechtsdysphorische Kinder ein hochriskantes Unterfangen, das die Trans-Identität weiter verfestigt.
Staatliche Trans-Influencer auf TikTok
Um den Trans-Kult den Jüngsten wirklich nahe zu bringen, ließ der Kinderkanal sein Publikum mit Transmann Nick chatten. „Ein fettes Dankeschön an dich Nick, dass du uns deine Geschichte so offen und mutig erzählt hast“, beendete der Moderator damals den vorab ausgestrahlten Biopic. Den Tenor für den anschließenden KiKa-Chat gab er gleich mit vor: „Sie zeigt uns, dass wir alles sein dürfen, Hauptsache es geht uns gut dabei.“
Natürlich mischte der ÖRR auch in den sozialen Medien kräftig mit, als ob es im Epizentrum des Trans-Kults extra noch staatlich finanzierte Trans-Influencer gebraucht hätte. So richtete sich der rbb mit seiner Werbung für Brustamputationen direkt auf TikTok an die gefährdete Zielgruppe, Mädchen im Teenager-Alter. Das klang dann so: „Zuerst entfernt man die Nippel und legt sie erstmal bei Seite.“ Dann wird alles „schön flach“ operiert und „Taataa“, fertig sei der neue Trans-Junge.
Sogar in der Sendung mit der Maus wurde kleinen Kindern vorgeführt, wie aus dem sympathischen Obdachlosen Erik eine Katja wird. Mit „einem Penis geboren“, aber sich als Frau fühlend, nahm er die Kinder mit in seine schöne, neue Glitzerwelt aus Highheels und Miniröcken.
Der Gipfel der Trans-Propaganda war eine komplette KiKA-Serie über ein junges Trans-Mädchen. „Ich bin Hannah“ inszenierte für Kinder das Trans-Sein als „mutigen“ Lebensentwurf mit viel Drama und allem, was eine Teeny-Serie braucht. Die Botschaft in allen acht Folgen: Trans-Kinder stehen im Mittelpunkt. Alles und jeder bemüht sich, für ihr Wohlbefinden zu sorgen und sie vor unangenehmen Situationen zu bewahren. Und am Ende lieben alle Hannah.
Symptom einer Persönlichkeitsstörung
Kritik am Trans-Kult oder Warnungen vor den Amputationen und Hormontherapien bei jungen Menschen suchte man in diesen Kinder- und Jugendsendungen vergeblich. Kein Wort zu den seit Jahren bekannten Warnungen von Kinder- und Jugendpsychiatern: Die gewählte Trans-Identität ist zu einer jugendkulturell hoch akzeptierten Kompensationsstrategie für junge, emotional instabile Menschen geworden. Sie gilt als Symptom einer Persönlichkeitsstörung ähnlich wie Magersucht. Die pubertierenden Kinder, meist sind es Mädchen, wollen ihre psychischen Probleme beziehungsweise ihr altes Ich mit der radikalen neuen Identität auslöschen.
Auch im WDR-Film „Mein Kind ist trans* – was nun?“, der kritische Zwischentöne zuließ und über die Bedenken der Eltern berichtete, wird die Trans-Idenität als Schicksal aber nicht im Zusammenhang mit psychiatrischen Vorerkrankungen dargestellt. Alle drei vorgestellten Familien entscheiden sich für den Trans-Weg des Kindes. Die Eltern haben zwar Zweifel, trauern um die verlorene Tochter, wollen abwägen und verstehen, sind aber schließlich fast alle genauso überzeugt wie ihre Kinder und wollen sie unterstützen. Unbeabsichtigt ließen die gezeigten Fälle jedoch Zweifel an dem vermeintlich vom Himmel gefallenen Trans-Schicksal aufkommen: Eine Scheidungs- und eine Patchworkfamilie; drei Teenager, die keine Klischeevertreter ihres Geschlechts sind; ein depressives Mädchen, das sich ritzt; oder ein Vater, der zum Spaß bemerkt: „Es gibt nicht viel, mit dem Blake seine Eltern schocken könnte, und da hat er was gefunden.“ Damit hatte er vermutlich den Nagel auf den Kopf getroffen.
Für einen journalistisch ausgewogenen Bericht fehlten Jugendliche, die sich gegen die Transition entschieden. Und wo waren Detransitioner, die ausführlich zu Wort kommen? Die einmal erzählen, wie die Sache auch ausgehen kann, wie falsch ihre so felsenfeste Überzeugung gewesen ist, „im anderen Geschlecht leben“ zu wollen, und wie sehr sie nun unter den Folgen der jahrelangen Hormontherapie und der unnötigen Operationen leiden? Hatte da die Trans-Lobby den Daumen drauf? Schließlich sollte das Selbstbestimmungsgesetz kommen und die neue medizinische Behandlungsleitlinie für minderjährige Trans-Patienten.
„Man geht einfach weiter“
Doch nun scheint etwas ins Rutschen geraten zu sein. Der WDR unterstützt Billie dabei, dass „dieses Tabu-Thema mehr Sichtbarkeit bekommt“. Darunter sind Aussagen, die die immense Gefahr des Trans-Kults für psychisch instabile Kinder und Jugendliche verdeutlichen:
„Ich hatte eigentlich ein ganz anderes Bild davon, wie meine Transition ablaufen sollte“, beschreibt Billie ihre Illusion von einer neuen Identität, die sie passend machen sollte für die Wahrnehmung anderer. „Ich wollte Freiheit. Ich wollte hinaus gehen, ein Mann sein.“ Nie wieder wollte William, wie Billie sich damals nannte, als das viel zu männliche Mädchen Julia wahrgenommen werden. Dann lieber ganz die Seiten wechseln, dachte sie sich wohl, und begann mit 20 Jahren eine Hormontherapie. Es folgten die Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke. Aus Julia wurde William und damit war sie schon in einer Einbahnstraße, die Betroffene als Transtrain und als Nummer beschreiben, aus der sie nicht mehr herausgekommen seien. So auch Billie:
„Wenn man in dem Strudel drinnen ist, in der Transition, dann hört man nicht plötzlich einfach auf und denkt sich, heute ist aber ein schöner Tag, um wieder Frau zu sein. Sondern man geht einfach weiter. Und irgendwann gibt es dann nicht mehr dieses Stopp: Ich muss mal darüber nachdenken, wer ich bin!“
Unzählige Kinder machten sich auf ihren Weg in die Transition nach dem Prinzip „Augen zu und durch“. Dabei wurden sie nicht nur allein gelassen, sondern regelrecht unterstützt. „Trans-affirmativ“ sollte das soziale Umfeld sein. Eltern, Freunde, Lehrer, Therapeuten, Ärzte, jeder sollte die Kinder in ihrem oft sehr plötzlichen wie radikalen Identitätswandel begleiten und diesen akzeptieren. So wollte es die weltweit aktive Transgender-Lobby-Organisation WPATH. Die Medien, allen voran die Öffentlich-Rechtlichen, waren ein entscheidender Treiber dieser trans-affirmativen Agenda. Nun stellt sich die Frage, ob sie es waren oder immer noch sind: War der WDR-Bericht inklusive Interview-Video mit Billie ein Wendepunkt oder ein Ausrutscher? Detransitioner für weitere Sendungen gäbe es genug.

