Für trans-affirmative Therapeuten wird das Eis dünner
Gerechtigkeit

„Ich war 16 und hatte sehr ernsthafte psychische Probleme. Ich war ganz offensichtlich nicht reif genug, die Entscheidung für eine solche Operation zu treffen. Und ich war ganz sicher nicht reif genug, mit den Folgen zurechtzukommen.“ – Fox Varian

Fox Varian, die als Teenager in den Trans-Kult geriet und der mit 16 die Brüste amputiert wurden, hat dieses Jahr als erste Detransitionerin zwei Millionen Dollar Schmerzensgeld erstritten (KeinMädchen berichtete). Der Psychologe des Mädchens soll es zur Transition gedrängt und auch seine Mutter unter Druck gesetzt haben.

„Ich hatte unfassbare Angst angesichts der Dinge, die Dr. Einhorn mir und meiner Tochter immer wieder so voller Überzeugung erklärte“, soll die Mutter der damals Minderjährigen vor Gericht ausgesagt haben. „Hätte er mich nicht immer wieder gedrängt und mir versichert, die OP würde meine Tochter ‚heilen‘ und alles in ihrem Leben besser machen, hätte ich diese Entscheidung niemals getroffen.“

Detransitioner können den trans-affirmativen Irrweg stoppen

Fox Varians Geschichte, die Emma ausführlich darstellt, passt ins Muster. Scheidungskrieg im Elternhaus, die Tochter entwickelt zahlreiche psychische Störungen, und sie hat das Pech, voll in die Zeit des Trans-Kults zu fallen. Statt Psychotherapie bekam das Mädchen eine trans-affirmative Bestätigung für ihre Selbstdiagnose, die eine Flucht aus ihrer traumatisierten Ich-Identität war. Auch ihr Psychologe musste das erkannt haben.

Er ist der erste trans-affirmative Therapeut, der in den USA für sein grobes Fehlverhalten verklagt wurde. Doch er wird nicht der letzte sein. In den Staaten klagen aktuell 30 weitere Detransitionier vor Gericht, wobei viele unter dem medialen Radar laufen dürften, wie Chantal Louis von der Emma vermutet.

Zwischen 2016 und 2020 wurden in den USA 3.215 Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren die Brüste amputiert und 405 Genitaloperationen durchgeführt. – Journal of the American Medical Association

Die Situation erinnert an Tavistock. In der britischen Gender-Klinik wurden tausende Kinder verstümmelt, kastriert und chemisch sterilisiert, bevor sie geschlossen wurde und unzählige Familien eine Sammelklage einreichten. Auch in den USA könnte eine Klagewelle auf trans-affirmative Therapeuten zurollen.

Zahlreiche Länder haben den Schuss vor den Bug, der von Tavistock ausging, gehört und die trans-affirmative Behandlung gestoppt. Deutschland hielt jedoch weiterhin an den ideologischen Leitlinien für die Behandlung minderjähriger Trans-Patienten fest. Das wird wohl auch diesmal so sein. Weder wissenschaftliche Argumente noch zunehmende Gerichtsprozesse in anderen Ländern können den trans-affirmativen Kurs in Deutschland beenden. Das können wohl nur Detransitioner, die, wie Fox Varian in den USA, auch hierzulande eines Tages vor Gericht ziehen werden.