Kindeswohl statt Pubertätsblocker: Gericht stoppt Mutter
Vater Tochter

In Sachsen hat das Oberlandesgericht Dresden „erhebliche Bedenken“ gegen die Vergabe von Pubertätsblockern an ein Trans-Kind geäußert. Laut einer Pressemitteilung der Rechtsanwaltskanzlei Frowein & Partner vom 10. Juli habe das Gericht Zweifel, ob „die medizinische Grundlage eines derart einschneidenden Eingriffs“ mit dem Kindeswohl vereinbar sei.

Wie Apollo News berichtet, kam es zu dieser Einschätzung im Zuge eines Sorgerechtsstreits. Eine Mutter war gegen den Vater ihres Kindes vor Gericht gezogen, weil sie ihrem Kind die Einnahme von Pubertätsblockern erlauben wollte. Das Amtsgericht Leipzig hatte ihrem Antrag auf die alleinige Entscheidungsbefugnis in erster Instanz noch zugestimmt. Doch der Vater war weiterhin gegen die gefährliche Therapie und legte Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht Dresden folgte seiner Einschätzung.

Das Kindeswohl verlangt Sorgfalt“

„Über einen in seinen Folgen kaum umkehrbaren Eingriff in die körperliche Entwicklung eines Kindes darf nicht im Eiltempo und auf ungesicherter Tatsachengrundlage entschieden werden. Das Kindeswohl verlangt Sorgfalt, nicht Geschwindigkeit“, sagte der Rechtsanwalt Jonas Jacob, der den Vater vertreten hat.

Das Entscheidungsrecht in dieser Streitfrage behalten also beide Eltern: Die ärztliche Vergabe von Pubertätsblockern bleibt bis zur Volljährigkeit des Kindes blockiert, sofern der Vater bei seiner Meinung bleibt.

Urteil konträr zur Trans-Leitlinie

Was auf jeden Fall bleibt, ist das bemerkenswerte Urteil aus Dresden. Das Gericht entschied nämlich konträr zu den Empfehlungen der medizinischen Leitlinie zur Transgender-Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Der uneingeschränkt trans-affirmative Kurs der Leitlinien-Kommission war bereits mehrfach in die Kritik geraten (vgl. hier, hier und hier). Dass nun ein Gericht „erhebliche Bedenken gegen die medizinische Grundlage eines derart einschneidenden Eingriffs“ in seiner Urteilsbegründung anführt, ist ein weiterer Erfolg gegen die Kinder gefährdende Trans-Ideologie.

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