Nach einer Transition nehmen die psychischen Leiden nicht ab, wie erhofft, sondern sie nehmen oftmals sogar noch dramatisch zu – vor allem dann, wenn die Transition nach 2010 erfolgte, also in der Zeit des erstarkenden Trans-Kults unter Jugendlichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Langzeitstudie aus Finnland mit über 18.000 Teilnehmern.
Detransitioner berichten dies häufig. Nach den medizinischen Eingriffen, die eigentlich einen Neuanfang ermöglichen sollten, waren die psychischen Leider immer noch da. Sie nahmen sogar noch zu und zusätzlich machte der verstümmelte Körper Beschwerden. Viele Mädchen bereuen die Amputation ihrer Brüste schon bald nach dem Eingriff.
Laut der Studie, an der auch die finnische Ärztin und ehemalige Trans-Pionierin Riittakerttu Kaltiala mitgeschrieben hat, waren bereits knapp die Hälfte der jungen Patienten vor ihrem Besuch in der Gender-Klinik in psychiatrischer Behandlung. Nach dem Klinikaufenthalt, gemessen mindestens zweieinhalb Jahre später, stieg dieser Wert auf 62 Prozent weiter an.
Trans-affirmative Behandlung wissenschaftlich nicht mehr haltbar
Das Bioethik Institut IMABE, das die finnische Studie detailliert vorstellt, fast das zentrale Ergebnis der Studie so zusammen:
Am stärksten betroffen waren jene, die tatsächlich operiert oder hormonell behandelt wurden. Bei jungen Männern mit feminisierenden Eingriffen stieg die psychiatrische Erkrankungsrate von 9,8 auf 60,7 Prozent – eine Versechsfachung; bei jungen Frauen mit Eingriffen zur Vermännlichung von 21,6 auf 54,5 Prozent.
Die Studie habe eine besonders hohe Aussagekraft, schreibt Imabe. Sie könne aufgrund des hochwertigen Gesundheitsregisters in Finnland alle Betroffenen lückenlos nachverfolgen.
Weitere Stärken liegen in der landesweiten repräsentativen Stichprobe, dem langen Beobachtungszeitraum von mehr als drei Jahrzehnten und einem individuellen Follow-up der Patienten von durchschnittlich 5,5 Jahren bis zu 25 Jahren. Dazu kommt, dass die Schwelle für spezialisierte psychiatrische Behandlung in Finnland landesweit einheitlich ist, was die Vergleichbarkeit verbessert.
Während Deutschland weiter dem ideologischen Weg der WPATH folgt, ist das Fazit aus Finnland eindeutig: Der trans-affirmative Behandlungsansatz gerät weiter in die Defensive, denn er ist wissenschaftlich nicht mehr haltbar.
Trans-Kult in den Daten ersichtlich
Die soziokulturelle Dimension der innerhalb weniger Jahre explodierten Zahlen an Trans-Outings unter Jugendlichen, vor allem Mädchen, spiegelt sich auch in der Studie wieder. Relevant war dabei das Jahr 2010. Also etwa die Zeit, als die Selbstdarstellung von Teenagern in soziale Medien durch die Smartphone-Nutzung noch einmal massiv zugenommen hat – und im Zuge dessen auch die Verbreitung des Trans-Kults. Das spiegelt sich auch im Studienergebnis wider: Trans-Patienten, deren Erstbehandlung 2010 oder später erfolgt ist, leiden deutlich öfter unter psychischen Krankheiten als Transgender-Menschen, die davor behandelt wurden.
Anders ausgedrückt: Wer sich nach 2010 in Behandlung begab, gehörte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu jenen Jugendlichen, die durch soziale Ansteckung in den Trans-Kult gerieten. Sie konnten oftmals trotz der gehypten neuen Trans-Identität ihre psychischen Konflikte und pubertären Krisen nicht hinter sich lassen, und sie leiden nun obendrein noch für den Rest ihres Lebens unter den Folgen ihrer Selbstverstümmelung.

