„Nichts von dem, was die Ampel mit Blick auf ihr Gesetz angekündigt hat, stimmt.“ So zieht die EMMA Bilanz nach einem Jahr „Selbstbestimmungsgesetz“ (SBGG).
Statt 4.000 Änderungen des Geschlechtseintrags pro Jahr, wie im Gesetzentwurf anvisiert, waren es bis Juli 2025 bereits über 22.000. Bis Ende 2025 sei von 30.000 geänderten Geschlechtseinträgen auszugehen, schätzt die feministische Zeitung.
Entgegen der Behauptung der ehemaligen Frauenministerin Lisa Paus (Grüne) sind es vor allem Mädchen, die ihr „Geschlecht wechseln“. Während nur jede dritte Änderung von „männlich“ zu „weiblich“ war, änderten 45 Prozent der Antragssteller ihren Geschlechtseintrag von „weiblich“ zu „männlich“.
Lange bekannt: Mädchen anfällig für Trans-Hype
Vor allem Mädchen geraten in den Trans-Kult. Paus ignorierte, was seit Jahren bekannt war. Mädchen werde „durch die von der Ampel befeuerte Trans-Ideologie suggeriert“, sie steckten „im falschen Körper“ und seien „trans“, schreibt die EMMA. Das SBGG erlaubt Jugendlichen ab 14 Jahren die Personenstandsänderung. Stimmen die Eltern nicht zu, „ersetzt ein Familiengericht die Zustimmung“, heißt es im Gesetz. Entsprechende Klagen werden statistisch nicht erfasst.
„Inzwischen werden jedoch immer mehr Fälle bekannt, in denen Kinder klagen, weil Eltern ihnen die Einnahme von Hormonen oder ihr Einverständnis zu chirurgischen Maßnahmen verweigern. Unterstützt von Jugendämtern und oftmals auch ihren LehrerInnen, lassen sie sich aus den Familien nehmen und klagen auf Entziehung des Sorgerechts.“ – EMMA
Der Deutsche Ärztetag kritisierte frühzeitig, dass auf den neuen Geschlechtseintrag häufig die medizinische Transition mit Pubertätsblockern, Hormonen und Operationen folgt. Daher dürfe es „unter Achtzehnjährigen nicht gestattet werden, ohne vorherige fachärztliche kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und Beratung Angaben zu ihrem Geschlecht und Personenstand im Personenregister vornehmen zu lassen“.
Leitlinien-Chef behandelt hunderte Trans-Kinder
Doch der Chef der Leitlinien-Kommission Georg Romer, der hunderte „Trans-Kinder“ behandelt, nutzte den Rückenwind des SBGG. Im Januar 2025 trat die neue „Leitlinie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie“ in Kraft. Diese empfiehlt konträr zur Einschätzung des Ärztetages weder Altersgrenzen für die Transgender-Behandlung von Kindern und Jugendlichen noch Psychotherapie zur Abklärung des „Transitionswunsches“.
Andere Länder haben sich hingegen längst vom trans-affirmativen Kurs verabschiedet und Psychotherapie wieder als Mittel der Wahl eingeführt. Deutschland sei „als Geisterfahrer unterwegs“, konstatiert die Emma und erinnert an das Wahlprogramm der Union: „Wir werden das Selbstbestimmungsgesetz abschaffen“, hatten CDU und CSU angekündigt. Stattdessen soll nun bis Sommer 2026 eine Evaluation die Auswirkungen des SBGG erforschen.
Kein Rechtsruck
An Zustimmung hat das SBGG jedoch längst eingebüßt. Vor zwei Jahren sah eine knappe Mehrheit das Gesetz noch positiv. Heute befürwortet es nur noch jeder Dritte. Manche Medien wollen darin einen Rechtsruck erkennen.
„Ist es rechts, dieses skandalöse Gesetz, das aus ideologischen Gründen die Realität leugnet und vor allem junge Mädchen schwer gefährdet, kritisch zu sehen?“ – EMMA
Die ideologischen Kräfte, die den Trans-Kult hervorbrachten, schwächen sich wieder ab. Das ist kein Rechtsruck sondern eher zu vergleichen mit dem Zurückschwingen eines Pendels. Die verstümmelten Opfer des Trans-Kults, die inzwischen dessen medizinische Profiteure verklagen, werden noch Jahrzehnte an die düstere Kehrseite der Regenbogen-Ideologie erinnern.

